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Heiße Quellen für den Klimaschutz
![]() Vogelperspektive der dritten Bohrung. © Hekla Energy GmbH |
Pullach im Isartal ist in Sachen Geothermie auf Erfolgskurs. Die kleine Gemeinde war 2004 mit über 4.000 Metern Bohrstrecke vorübergehend Rekordhalter in der Bundesrepublik. Jetzt schreibt sie Geothermie-Geschichte mit einer Pionierleistung. In Pullach wird das erste Mal überhaupt ein Projekt um eine dritte Bohrung erweitert, um eine bestehende Reinjektionsbohrung zur Förderbohrung umzuwandeln. So nutzt Pullach die im zugänglichen Teil der Erdkruste gespeicherte regenerative Wärme im wahrsten Sinne des Wortes doppelt.
Ökonomisch und ökologisch sinnvolle Energieversorgung
![]() "Isarspatzen" besuchen die Bohrung. ©Innovative Energie für Pullach |
Pullachs Bürgermeister Jürgen Westenthanner ist stolz: "Im Falle der Geothermie waren wir unserer Zeit weit voraus – noch lange vor aktuellen Debatten um den Atomausstieg." Seine Gemeinde will mittelfristig zwei Drittel aller Haushalte an das Geothermie-Fernwärmenetz anschließen: "Die Voraussetzungen für eine nachhaltige, ökologisch und ökonomisch sinnvolle Energieversorgung haben wir geschaffen, nun haben es die Pullacher Bürgerinnen und Bürger in der Hand, mit einem Anschluss ihren ganz eigenen Beitrag zu leisten."
Im August 2011 berichtete das ZDF in seinem Magazin "ZDF Umwelt" über die neue Bohrung in Pullach. Die Gemeinde ist Aufmerksamkeit gewöhnt: für ihre nachhaltige Energieversorgung erhielt Pullach die Auszeichnung der Deutschen Umwelthilfe als Klimaschutzprojekt 2009.
Bilanz der Erfolgsgeschichte: 45.000 Tonnen CO2 vermieden
![]() Wärme aus Geothermie heizt das Schwimmbad. © MFT |
Bislang versorgt die Gemeinde etwa ein Drittel der Haushalte mit regenerativer Wärme aus der Geothermie. Sie hat 25 Kilometer Fernwärmenetz, die seit fünf Jahren störungsfrei funktionieren, und lieferte damit bereits über 115 Gigawattstunden Wärme. Sie konnte damit 11.000 Tonnen Heizöl einsparen und den CO2-Ausstoß um 45.000 Tonnen reduzieren. Mit der zusätzlichen Bohrung wird diese Bilanz bald noch eindrucksvoller ausfallen.









